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Prix 2009 (auf Deutsch)
Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen:
Zwei Forscher von der Fondation E. Naef ausgezeichnet Genf, den 14. Januar 2010 – Die Fondation E. Naef hat für ihren Forschungspreis 2009 zwei Wissenschaftler ausgewählt, die effizienze Alternativen zu Tierversuchen entwickelt haben. Dr. Eric Féraille von der Abteilugn für Nephrologie der Universitätsspitäler Genf wird dür seine Forschungsarbeit im Bereich der Behandlung von Nierenkrankheiten und die Entiwcklung eines InvitroModells ausgezeichnet, das die Untersuchung von Nahrungsmolekülen oder nahrungsmittelchemischen Produckten erm¨pglicht.
Dr. Luca Fumagalli von der Abteilung für Ökologie und Evolution sowie vom Universitätszentrum fü Gerichtsmedizin der Universität Lausanne wird seinerseits für seine Forschungen im Bereich Erhaltungsgenetik geehrt, die darauf abzielen, negative Auswirkungen der Forschung auf Wildtiere, insebesondere bei den bedrohten Tierarten, zu reduzieren und in manchen sogar Fällen ganz ausszuschliessen. Die « Fondation E. Naef pour la recherche in vitro », die Forscher und Wissenschaftler dabei unterstützt, effiziente neue Forschungsmethoden als Alternative zu Tierversuchen zu entwickeln, zeichnet in disem Bereich jedes Jahr einige Forscher aus. Nach Ansicht des Stifters Egon Naef können die beiden diesjährigen Preisträger „inn ihrem jeweiligen Bereich hoch qualifizierte Arbeiten vorweisen, die wieder einmal die Notwendigkeit deutlich machen, neue und innovative Methoden zu entwickeln, die es ermöglichen, das Leiden von Tieren und die Aufzucht von Wildtieren in Gefangenschaft erheblich zu reduzieren, ohne auf verlässliche Forschungsergebnisse verzichten zu müssen“.
Ein großer Schritt bei der Behandlung von Nierenerkrankungen Das Komitee der Fondation E. Naef hat sich in diesem Jahr entschieden, Herrn Dr. Eric Féraille und seine Mitarbeiterin Valérie Leroy für ihre Arbeit im Bereich der Erforschung und Behandlung von Nierenkrankheiten auszuzeichnen. Die Auszeichnung kommt ihnen aufgrund der Erarbeitung eines Invitro-Modells zu, mit dem sich feststellen lässt, ob ein im Urin oder im Interstitium vorhandener Stoff eine entzündungsfördernde oder sogar toxische Wirkung hat. Dieses Epithelmodell besteht aus zwei Zelllinien aus der Mausniere und hat sich als sehr verslässlich erwiesen. Es bietet die Möglichkeit, Nahrungsmolekèule oder nahrungsmittelchemische Produkte zu erkennen, die Nierenprobleme hervorrufen können, was bislang chwierig war. Es stellt damit europaweit eine echte Alternative zu Tierversuchen in der Nephrologie dar. Negative Auswirkungen der Forschung auf Tiere reduzieren oder sogar ausschließen Die zweite Auszeichnung kommt Herrn Dr. Luca Fumagalli dür seine Forschung im Bereich der Erhaltungsbiologie und insbesondere für seine nichtinvasiven bzw. nicht destruktiven genetischen Analysen zu. Das Labor von Dr. Fumagalli setzt derzeit international Massstäbe im Bereich der genetischen Analysen auf der Grundlage von nitchinvasiv bzw. nichtdestrutkiv gewonnenen Proben von Wildtieren, vor allem bedrohter Arten. Das Prinzip dieses Ansatzes besteht darin, die negativen Auswirkungen der Forschung während der Entnahme von biologischen Proben für genetischen Analysen zu reduzieren bzw. Vollständig auszuschließen. Zum einen war es dem Team von Dr. Fumagalli durch Sammlung und Analyse biologischer Spuren (vor allem Speichel, Kot, Haare und Federn) möglich, die Gefangennahme von Tieren zu vermeiden. Des Weiteren wird der körperliche Eingriff auf ein Minimum reduziert: Nach der Entnahme von Speichelproben durch Schleimhautabstriche werden die Tiere unmittelbar wieder in dir Freiheit entlassen.
Die Verleihungszeremonie findet am Samstag, den 16. Januar 2010 ab 10.30 Uhr im Hötel Royal Manotel, rue de Lausanne 41, 1201 Genf, statt.
Über die Fondation E. Naef
Die Genfer « Fondation E. Naef pour la recherche in vitro » wurde im Januar 11998 gegründet. Ihr Ziel ist es, die Entwicklung neuer Methoden zu fördern, die die Praxis der Vivisektion so weit wie möglich überflüssig machen, und ganz allgemein alle Arten der In-vitro-Forschung zu Unterstützen. Sie ermutigt Forscher und Wissenschaftler, effiziente alternative Forschungsmethoden zu Tierversuchen zu entwickeln. Aufgrund der Unterstützung durch die Stiftung konnte die medizinische Fakultät der Universität Genf (UniGE) den ersten Lehrstuhl in der Schweiz schaffen, der sich ganz der Entwicklung von Alternativenmethoden zu Tierversuchen widmet. Dieser Lehrstuhl versteht sich auch als Bindeglied zwischen Wissenschaftlern und Tierschutzzorganisationen.